Messinglöterei

Eine fiktive norddeutsche Privatbahn im Jahre 1928 nachzubilden ist schon ziemlich speziell. „Fertig“ gibts da sowieso nichts, aber Basismodelle gibt es sicher genug. Ein paar liegen da auch schon im Bastelvorrat. Neben zwei kleinen B-Kupplern von Roco/Fleischmann und PMT habe ich Bausätze von Bavaria leigen. Das sind zwar Wagen nach bayerischem Vorbild, aber ein wenig abgewandelt fällt das sicher kaum auf. Insbesondere hoffe ich, dass eine nicht-grüne Farbgebung dabei unterstützt, nicht sofort an die Königlich Bayerische Staats-Bahn zu denken.

Mein erster Wagen überhaupt, den ich aus Messing löte, entstammt einem alten Startset von Bavaria. Enthalten ist ein offener und ein bedeckter Wagen. Da beide Fahrwerke nahezu identisch aufgebaut sind und auch die Anleitung zunächst mit dem Untergestellt beginnt, halte ich es genauso.

Bereit liegen Schleifvlies, Lötpaste, Lötbrenner, Lötkolben, Phosphorsäure und alles mögliche Werkzeug, was beim Modellbau halt so da ist, insbesondere die Minibohrmaschine ist oft genutzt.

Zunächst werden die äußeren Längsträger aus verschiedenen Teilen zusammengesetzt und dann als ganzes am ‚Boden‘ festgelötet.
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Dann werden schichtweise weitere Träger aus S-, Doppel-T und L-Trägern aufgelötet. Faszinierend, wie Bavaria den Aufbau des Fahrwerks nachbildet.
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Als erstes die S-Träger, die sich direkt unter dem Boden befinden.

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Auf den S-Trägern werden quer die Doppel-T-Träger aufgelötet.

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Auf die Querträger werden dann abschließend die L-Träger gelötet.

So weit der aktuelle Zwischenstand. Das Löten gelingt mir mit Lötpaste und Flamme besser, als mit dem Lötkolben. Möglich, das ein 60W Elektrolötkolben nicht ausreichend ist, aber mit der Flamme kann ich sehr schnell eine Stelle aufwärmen, so dass sich vorhandene Lötverbindungen nicht lösen.